Arno Camenisch — Sez Ner

Über dieses Buch

Arno Camenisch beschreibt in seinem Erstling das Leben von Hirten und Sennen während eines Sommers auf der Alp Stavonas am Fuße des Piz Sezner in der Surselva des Kantons Graubünden. Er erzählt in kurzen Prosastücken von Kühen und Schweinen, Katzen und Hunden, der Polenta und dem Käse, dem Alkohol und den Rauchwaren, von Wind und Wetter, Mann und Frau, den Leuten aus dem Unterland und den Bauern aus den Tälern Graubündens. Dass Camenisch seine Texte nicht übersetzt, sondern auf Rätoromanisch und auf Deutsch schreibt, gibt ihnen ihren ganz eigenen Klang, in der Rauheit und Melodiösität, Kraft und Zartheit eine suggestive Verbindung eingehen. Distanz und Nähe sind auch die bezeichnenden Momente von Camenischs Beschreibungskunst: Alles ist sehr nah und genau gesehen, und doch wird nichts bloßgestellt, kann alles diskret bleiben und sich in seiner Unmittelbarkeit bergen.

 

Bibliographische Angaben

Arno Camenisch
Sez Ner. Prosa deutsch und rätoromanisch
ISBN 978-3-906050-01-0
Gebunden
18,5 x 12 cm, 216 Seiten
Euro 19.- / sFr. 25.-

bestellen

Pressestimmen zu Arno Camenisch und Sez Ner

«Ein Sprachfestival!» - Sez Ner als Buchtipp von Pedro Lenz im Literaturclub SF

«kühn und radikal» - Sez Ner als Buchtipp von Stefan Zweifel, Literaturclub SF

«Das zweisprachige Buch "Sez Ner" zählt zu den erstaunlichsten Neuerscheinungen der Saison.» Berner Zeitung

«Mit Sez Ner, einer lockeren Szenenfolge vom Leben auf der Alp Stavonas am Fuss des Piz Sezner, hat der gebürtige Rätoromane Arno Camenisch, Jahrgang 1978, vielleicht das ungewöhnlichste Buch der Saison geschrieben. Eines der frischesten ist es sicherlich.» - Angelika Overath, NZZ

«Eine Sprache wie Musik. Sie spielt mit Stimmungen und Leerstellen. - Camenischs Ziel: die zwei Sprachen zum Klingen zu bringen - eine Freude, ihm dabei zuzuhören!» kulturplatz SF, Beitrag von Meili Dschen

«Es ist eine grosse Sprachangelegenheit, vielleicht sogar eine kleine Sprachorgie, sicher aber ein Sprachfest» - Hardy Ruoss , DRS 2

«Camenisch hat einzigartige und wundervolle Prosa geschrieben, die ihren eigenen Rhythmus und ihre eigene Poesie findet» - Angelo Algieri, Die Berliner Literaturkritik

«Den Namen des Autors, der derzeit am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel studiert, wird man sich sehr gerne merken.» - Martin Zingg, Der kleine Bund

«Sez Ner ist eine ausgesprochen fein, unaufgeregt und präzis gearbeitete Prosa.» - «Camenisch erlaubt sich keine Künstelei, sondern verlegt sich aufs nüchterne Beobachten und beinahe spröde Beschreiben in betont einfachen Sätzen, die etwas schwebend Leichtes behalten. Genau darin liegt die Kunstfertigkeit dieses Textes.» - Beat Mazenauer, SFD

«Der Klang der Worte und Sätze ist hochmusikalisch, Camenisch zeigt sich als versierter Rhythmiker, als Lyriker in Prosa. » - Julian Reich, Bündner Tagblatt

«In lungatg da forza radicala» - Esther Krättli, Radio Rumantsch

«La forza narrativa, l umur, il plaschair d experimentar e la lingua accessibla da quest giuven autur rendan la lectura da Sez Ner in divertiment per tuts» - Rico F. Valär, La Quotidiana

«Un livre étonnant» - Jacques Sterchi, La Liberté

«C est surtout un travail poétique de la langue, une musique singulière, légère, ironique, parfois déchirante.» - Isabelle Rüf, Le Temps

«La langue littéraire d Arno Camenisch reflète la situation des vallées grisonnes: entre dialectes romanches, alémaniques et allemand standard, les langues ne cessent de se rencontrer et de communiquer.» - Anne Pitteloud, Le Courrier

«La nature ici, suisse jusqu à la moindre petite fleur, échappe néanmoins à tout cliché. Elle s‘offre par blocs de sensations et propose un univers magique où l‘on apprend à vivre avec les monstres, leur beautéet leurs menaces. » - Ghania Adamo, swissinfo.ch

«Perfekt ins Setting passte der Bündner Arno Camenisch mit seinem romanisch-deutschen Prosaband «Sez Ner», der die Hanglage alles Menschlichen in minimalistischen Szenen und mit trockenem Witz an einem Alpsommer ausmalt. Sein Vortrag musste sich gegenüber der Performance von Antonio Fian und Wolf Haas nicht verstecken.» - Andreas Breitenstein, NZZ

«Zu den Glücksfällen gehört der 32-jährige Arno Camenisch, der vor kurzem sein Debüt «Sez Ner» veröffentlicht hat, das zweisprachig vorliegt. Er bedient sich des Deutschen gleichermassen wie des Rätoromanischen. Wenn er Passagen abwechselnd in beiden Sprachen liest, entlockt er den einfachen Dingen und der Natur einen Zauber, der sonst im Schlaf der Vernunft gefangen ist. Camenischs Wahrnehmungen sind hellwach und von aufregend frisch tönendem Sprachklang. Auf der Höhe einer Alm in Graubünden gehen die Uhren anders, also ist auch das Erleben ein anderes. Was macht das Leben dort aus? Die Tiere, das Wetter und die paar Leute, mit denen man Umgang hat. Das fördert die Konzentration auf das Notwendige, das jetzt auch das Wichtige ist. Er könnte ein Seelenverwandter von Julian Schutting sein, dem wie Camenisch Spracharmut ein Gräuel ist. Die Welt mag eng und begrenzt sein, kaum fangen die beiden aber zu schreiben an, erheben sie sich über all die Niedrigkeiten des Alltags und fangen an, das Gewöhnliche in Schönheit zu verwandeln.» - Anton Thuswaldner, Salzburger Nachrichten

«Eine grosse Überraschung war der 1978 in Graubünden geborene Arno Camenisch: «Sez Ner», ein Prosaband über das Leben auf einer Alp, auf der Tier, Mensch und Land im «Dauerkrieg» stehen, ist eine grandiose Anti-Idylle, eine wunderbare Entdeckung.» - Kronen-Zeitung

«Für Schweizer Newcomer ist die Wandelhalle an den Solothurner Literaturtagen aber vor allem ein Laufsteg. Zwar wurde heuer darauf vornehmlich belanglos getändelt. Zumindest einer aber - der einzige Rätoromane der Landhaus-Lesungen - liess aufhorchen. Mit seiner in Deutsch und Rätoromanisch verfassten Prosa Sez Ner präsentierte Arno Camenisch ein archaisches wie zeitgemässes alpines Anti-Idyll. Zugleich zeigte Camenisch, was ihn mit einer Vielzahl seiner performenden Kolleginnen und Kollegen produktiv verbindet: Die Spoken-Word-Generation versteht es, ihre Texte zu Ohren zu bringen; professionell, eingängig und rhythmisch packend.» - Sibylle Birrer, NZZ

«Wer Arno Camenischs experimentelle Lyrik auf rätoromanisch - der vierten Sprache der Schweiz - hörte, fiel es wie Wachs aus den Ohren, dass Avantgarde kein Vorrecht der Metropole ist.» - Ingo Arend, der Freitag, Berlin, 9. Mai 2008

«Wie Gedichte las Camenisch einzelne Textstellen aus seinem auf Romanisch und Deutsch verfassten Buch und schaffte so eine Spannung, die besonders bei den romanischen Passagen eine geradezu hypnotische Wirkung erzielte. » - Valerio Gerstlauer, Die Südostschweiz

«Camenisch besticht durch atmosphärische Dichte» - Budapester Zeitung